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18.12.2009 | Bürger-Schulterschluss/patient-informiert-sich.de | Dr. Ulrich Geyer und Renate Hartwig
Auftakt zu unseren bundesweiten Aktion
E-Card freie Zone Heidenheim

Im Kreis Heidenheim haben sich in einer Urabstimmung 84% der niedergelassenen Ärzte gegen das Rollout der E-Card ausgesprochen. Mit Ihrer Unterschrift verweigern Sie sich gegen das Online fähige Kartenlesegerät. Die Aktion „E-Card-freie Zone Kreis Heidenheim“ wird gemeinsam von der Patienteninitiative Bürger-Schulterschluss e. V. (patient-informiert-sich.de) und der Kreisärzteschaft Heidenheim getragen. Der Vorsitzende der Kreisärzteschaft Dr. Christoph Ströhle zeigte sich sehr zufrieden. „ Es ist ein sehr eindrucksvolles Ergebnis“. Die 1. Vorsitzende von Bürger-Schulterschluss e. V. (patient-informiert-sich.de) Renate Hartwig sprach von einem Landkreis mit Vorzeigefunktion, der auch auf andere Regionen ausstrahlen werde. „Ich wusste, dass ich mich auf dieses gallische Dorf des Widerstands verlassen kann.“ Der Landkreis Heidenheim stellt den Auftakt für viele einzelne Regionen dar, die sich gegen die E-Card zur Wehr setzten. Hartwig hat in Zusammenarbeit mit mehreren Juristen eine „Schutzerklärung“ verfasst, mit der der Patient von der Krankenkasse bestimmte Bedingungen einfordert, wenn sie sein Bild für die E-Card weiterverarbeiten.

Hauptkritikpunkt an der E-Card ist die Sicherheit der Daten. „Sensible Patientendaten sind sehr begehrt.“ konstatiert Dr. Ulrich Geyer, ein Sprecher der Heidenheimer Aktion und verweist auf die Datenschutzskandale in der Vergangenheit. Zudem sei die E-Card teuer und man könne das Geld besser für die direkte Patientenversorgung gebrauchen. Für Notfalldaten oder auch der Befundübermittlung stünden andere Möglichkeiten zur Verfügung, die sicher und zudem billiger seien. So wie jeder Patient problemlos einen Organspendeausweis bei sich tragen könne, wäre es genauso möglich, dass er relevante Notfalldaten bei sich führt. „Dafür braucht man keine E-Card!“.

Mehrere Ärztetage haben die Einführung der E-Card abgelehnt. Dies wurde einfach ignoriert.

Die Besonderheit von Heidenheim ist der Schulterschluss von Patienten und Ärzten. Schon im März dieses Jahres, als es um die Kürzung der Ärztehonorare ging und den zunehmenden Ausverkauf des Gesundheitssystems an Kapitalgesellschaften, standen Patienten und Ärzte gemeinsam auf der Straße. Und auch jetzt kämpfen beide Gruppierung zusammen gegen die Gefahr des Datenmissbrauchs. Renate Hartwig: „Im gemeinsamen „Schulterschluss“ können wir viel bewegen. Deshalb haben wir „Patient-informiert-sich.de/Bürger-Schluterschluss e. V.“ gegründet. Wir müssen die Zügel wieder in unsere Hand bekommen, die uns von Seiten der Politik unrechtmäßig weggenommen wurden.“



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