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11.05.2010 | Bürger-Schulterschluss | Renate Hartwig
Aus meiner Sicht.....
....ist es untragbar, was bei der NRW Wahl am 9.5.2010 passierte.

Fast 50 % der Wahlberechtigten in NRW nahmen ihre Rechte nicht wahr und blieben der Wahl fern. Es stellt sich nun die Frage, was ist in Deutschland los? Frust und Angst steigen. Und ich sage, einer Wahl fern zu bleiben, ändert nichts, es verschlimmert die Situation.

In NRW haben sich fast die Hälfte der Wahlberechtigten ausgeklinkt. Ihre Rechte nicht wahrgenommen. Es langt nicht, die nun entstandene unklare Situation in NRW mit der Aussage: „Habe ich es doch gewusst es nutzt nichts zur Wahl zu gehen“ zu rechtfertigen. Demokratie ist ein hohes Gut, dieses setzen wir durch Lethargie und nicht Einmischen aufs Spiel.

Mit großer Freude und Dankbarkeit möchte ich heute dem Würzburger Hauptkommissar Dolata öffentlich meine Hochachtung für seine Systemkritik aussprechen. Vielleicht wird durch seine Aussagen dem einen oder anderen Mitbürger/Mitbürgerin bewusster, weshalb ich seit Jahren für eine wache Bürgerbewegung eintrete. Auf meine These, dass im Gesundheitswesen mafiose Strukturen das System beherrschen, werde ich nach meinen Vorträgen und Lesungen von den Zuhörern gefragt: „Warum wird das alles zugelassen? Wer mischt an diesem System mit? Warum wissen wir davon nichts?“

Dafür, dass ich Ross und Reiter, Gewinner und Verlierer nenne, bin ich bekannt. Natürlich verschafft man sich damit nicht nur Freunde. Deshalb wundert es mich auch nicht, dass unsere Bürgerproteste in Sachen Korruption und Verkauf unseres Gesundheitswesens, lange Zeit totgeschwiegen wurde. Wie 2008, als wir mit ca. 28 000 Menschen im Olympiastadion München waren. Niemand außerhalb des Stadions hat davon Notiz genommen. Medienmässig wurde es einfach totgeschwiegen. Nur, diese Masse an Menschen, die den 7. Juni 2008 erlebten wurden zu Multiplikatoren. Immerhin hat 2009 die ARD-Tagesschau kurz darüber berichtet, als wir, diesmal ca. 25 000 Bürger und Bürgerinnen, Ärzte& Patienten – ebenfalls im Münchner Olympiastadion - im Schulterschluss Front gegen den Wahnsinn im Gesundheitswesen machten.

Eins steht fest: Vor nichts fürchten sich die Drahtzieher von mafiosen Strukturen mehr, als vor Entlarvung und einer Gegenbewegung, die sich mit demokratischen Mitteln dagegen wehrt. Immer wieder werden meine Recherchen mit dem Satz: Das kann doch nicht sein, kommentiert! All denen gebe ich hiermit die Gelegenheit sich ein paar Minuten zurückzulehnen und sich nun die Aussagen von Hauptkommissar Dolata anzuhören, der im April 2010 zu Gast bei „Pelzig“ war.

Er erwähnt in der Sendung (siehe Link und Video) ebenfalls das Gesundheitssystem, sagt öffentlich, dass überall geschmiert wird, Deutschland das korrupteste Land sei, und alle darin verstrickt sind, sowohl Politiker, Justiz, Polizei, die Medien.
Trotzdem und gerade deshalb möchte ich damit all denen Mut machen, die denken – da kann man nichts daran ändern! Männer wie Herr Dolata können was erreichen, wenn wir weiterhin dran bleiben und gegen das Verschweigen eine Gegenöffentlichkeit herstellen. Schon vergessen: Es waren eine Handvoll mutiger Menschen, die allein durch Zähigkeit und Solidarität ihren Protest gegen Unrecht mit ein paar Kerzen begonnen haben und damit in Gang setzten, dass die Mauer und damit die DDR zum Einsturz gebracht wurde. Weshalb sollten wir uns in einem Rechtsstaat, den mafiosen Strukturen – in dem Fall – einer Gesundheitsmafia beugen!??

In diesem Sinne, bleiben wir dran und zeigen Mut zur Auseinandersetzung, denn geht nicht, gibt’s nicht!

Renate Hartwig


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